Begleitetes Fahren / Fahren mit 17

Begleitetes Fahren mit 17, so heißt der „Führerschein mit 17“ offiziell. 2004 erstmals in Niedersachsen und 2005 auch in Bayern eingeführt, gibt es das BF 17 seit 1. Januar 2008 auch in Baden-Württemberg. Für viele Jugendliche ist das BF 17 der Renner.

Hier finden Sie die wichtigsten Infos im Überblick:

Die junge Fahrerin/der junge Fahrer

  • ab einem Alter von 16 ½ Jahren kann man      die Zulassung zum BF 17 beantragen und die Ausbildung absolvieren
  • theoretische Prüfung frühestens drei      Monate vor dem 17. Geburtstag, praktische Prüfung frühestens einen Monat      vorher
  • nach bestandener Prüfung gibt es keinen      Kartenführerschein, sondern eine Prüfungsbescheinigung; damit beginnt auch      die zweijährige Probezeit
  • gefahren werden darf nur mit Begleitperson      und nur in Deutschland
  • das BF 17 ist für die Klassen B (Pkw)      oder BE (Pkw mit Anhänger) möglich – automatisch eingeschlossen sind die      Klassen AM und L (Traktor)
  • zum 18. Geburtstag kann die reguläre      Fahrerlaubnis beantragt werden, dann erhält man den Kartenführerschein

Die Begleitpersonen

  • es können mehrere Begleiter eingetragen      werden (nicht nur die Eltern)
  • die Begleiter müssen mindestens 30 Jahre      alt sein und seit mindestens fünf Jahren den Führerschein Klasse B (Pkw)      besitzen
  • maximaler Eintrag im      Verkehrszentralregister in Flensburg von 3 Punkten
  • ab einer Blutalkoholkonzentration von      0,5 Promille darf nicht mehr begleitet werden

Missachtung der Fahrerlaubnis:

Wenn ein junger Fahranfänger die Auflagen für “begleitetes Fahren” missachtet, wird seine Fahrerlaubnis widerrufen. Außerdem muss er mit einem Bußgeld rechnen, eine Verlängerung der Probezeit und die Auflage, vor dem Neuerwerb des Führerscheins ein Aufbauseminar zu machen.

Aber auch dem Begleiter drohen bei Missachtung empfindliche Strafen z.B. wenn die Begleitperson alkoholisiert ist. Für Fahranfänger gilt bis 21 Jahre ohnehin die Null-Promille-Regel.